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Insektizide

Insektizide, die zur Gruppe der Pestizide gehören, werden zur Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft, im Hygienebereich und zum Schutz von Material sowie Vorräten eingesetzt.

Unter Schädlingen versteht man etwa 10.000 Arten von Insekten, die unterteilt werden in

  • Hygiene-Schädlinge, die Krankheiten auf Mensch oder Tier übertragen können,
  • Pflanzenschädlinge,
  • Vorratsschädlinge und
  • Frostschädlinge

Insektizide sollen nur genannte Schädlinge angreifen, jedoch Nutzorganismen verschonen.

Insektizide

Grundsätzlich unterteilt man zwischen natürlichen und synthetischen Insektiziden.

Die Einteilung der Insektizide

Insektizide werden, genauso wie Herbizide, in verschiedene Gruppen unterteilt. Grundsätzlich unterteilt man zwischen natürlichen und synthetischen Insektiziden. Erstere Wirkstoffe sind bereits in der Natur vorhanden. So enthält zum Beispiel die Tabakpflanze das Alkaloid Nikotin, um sich vor Schädlingen zu schützen. Synthetische, d.h. künstlich hergestellte Wirkstoffe, werden wiederum in organische und anorganische Wirkstoffe unterteilt, wobei letztere in Deutschland verboten sind. Des weiteren unterteilt man die Aufnahmewege:

  • Atemgifte,
  • Kontaktgifte,
  • Fressgifte,
  • Oviziden und Larviziden, die Eier und Larven angreifen

Ähnlich verhält es sich mit manchen Herbiziden, zum Beispiel: Pyridin und dessen Strukturbestandteil Piperidin kommen im Schwarzen Pfeffer vor. Beide Stoffe werden auch als Lösungsmittel in der chemischen Industrie genutzt.

Insektizide – Ein zweischneidiges Schwert

Die Wirkstoffe sind zwar sehr effektiv gegen Schädlinge, sie können aber auch für Mensch und Tier problematisch sein. So schlug im Januar 2013 die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Alarm und warnte davor, dass eine Wirkstoff-Gruppe, die sog. Neonicotinoide, Bienenvölker angreift. Aber auch für den Menschen ist der direkte und ungeschützte Umgang mit allen diesen Giften, unabhängig von der Wirkstoff-Gruppe, gefährlich. Ein weiteres Problem ist, dass Schädlinge gegen die eingesetzten Wirkstoffe resistent werden können und verwendete Gifte nicht mehr wirken. Die Folge: es müssen neue Wirkstoffe entwickelt werden, deren zum Teil sehr gefährliche Nebenwirkungen unter Umständen erst nach Jahren entdeckt werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das berüchtigte DDT. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass das natürliche Gleichgewicht gestört wird. Dadurch ist es möglich, dass sich Sekundärschädlinge ungehindert vermehren können, weil ihr natürlicher Feind mit Insektiziden bekämpft wurde.