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Herbizide

Als Herbizide werden chemische Verbindungen bezeichnet, die als Mittel zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden können. Die Substanzen fungieren dabei für gewöhnlich als Hemmer wichtiger botanischer Prozesse, ohne die das Unkraut eingeht.

Allgemeine Herbizide:

Die verbreitetsten Herbizide sind die sogenannten Breitbandherbizide. Diese Mittel greifen jegliche Pflanzen an und eignen sich deshalb für Flächen wie den Rasen oder schwer zugängliche Orte wie Hecken. Allerdings können sie auch Zierpflanzen wie beispielsweise Rosen beschädigen, weshalb sie in diesen Bereichen nicht zur Unkrautbekämpfung eignen. Zu den allgemein wirkenden Herbiziden gehören unter anderem Verbindungen wie Glyphosat, die die Produktion von Aminosäuren über den Shikimisäureweg verhindert. Dieser Stoffwechsel-Vorgang kommt bei Tieren und Menschen nicht vor, weshalb die sogenannten Aminosäurederivate nur für Pflanzen und Mikroorganismen gefährlich werden können.

Eine weitere Gruppe der Breitbandherbizide machen die Kontaktherbizide aus. Dabei handelt es sich um Substanzen, die von Außen auf die Pflanzen einwirken und nicht über die Wurzeln aufgenommen werden. Stoffe wie Diquat beispielsweise verhindern als eine Art Schutzschicht, dass die Chloroplasten in den Blättern die für die Photosynthese wichtigen Sonnenstrahlen bekommen. Die letzte größere Gruppe dieser Herbizide wird Wuchsstoffherbizide genannt. Dabei beschleunigen die Mittel nach ihrer Anwendung das unkontrollierte Wachstum der Pflanzen, sodass diese schneller die Nährstoffe aus dem Boden ziehen müssen und schließlich aufgrund von Nährstoffmangel eingehen.

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Eines der häufigeren Herbizide hierbei heißt Propyzamid und zählt zu den Benzamiden.

Spezifische Herbizide:

Neben den Breitbandherbiziden gibt es auch Unkrautvernichter, die speziell für die Anwendung bei Kunst- und Zierpflanzen gedacht sind, da sie zwischen Unkraut und anderen Pflanzen unterscheiden können. Dazu hemmen die Mittel immer nur eine Eigenschaft, die bei verschiedenen Unkrautsorten, nicht aber bei den Zierpflanzen vorkommt. Eines der häufigeren Herbizide hierbei heißt Propyzamid und zählt zu den Benzamiden. Es hemmt die Synthese von Fettsäuren bei Unkraut, was gerade bei schnell wachsenden Pflanzenarten wie Gräsern ein effektives Bekämpfungsmittel ist.

Probleme der Unkrautbekämpfungsmittel:

Die Synthese von Herbiziden ist nicht ungefährlich, da bei der Synthese wie auch bei der Herstellung von Insektiziden Abfallprodukte entstehen. Verbindungen wie Piperidin, was in der Chemie als Lösungsmittel und Katalysator verwendet wird und was durch die Synthetisierung von Pyridin entsteht, sind nicht nur hochgiftig, sondern können bei Hautkontakt auch zu Verätzungen führen. Darüber hinaus sind die Herbizide eine Belastung für die Umwelt. Darum erforschen Wissenschaftler auch immer häufiger den Einsatz und Wirkungsgrad natürlicher Herbizide wie Monuron, was in verschiedenen Harnstoffen vorkommt.