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Pyridin

Unter Pyridin versteht man ein chemische Verbindung, die leicht entzündlich und farblos ist. Sie gehört zu den Azinen, einer Gruppierung, welche nach der Nomenklatur einen Sechsring aufweist mit einem Stickstoffatom und fünf Kohlenstoffatomen. 1849 wurde Pyridin von einem schottischen Chemiker entdeckt und später von Herrn Pyridin isoliert. Es dient in der Chemie als Lösungsmittel und wird in der Pharmazie in der Arzneimittelentwicklung eingesetzt. Piperidin ist ebenfalls ein chemisches Lösungsmittel. Es weist heteroaromatische Eigenschaften auf und unterliegt den Kriterien für die Hückel-Aromatizität.

Pyridin

Unter Pyridin versteht man ein chemische Verbindung, die leicht entzündlich und farblos ist.

Gewinnung

Früher konnte Pyridin aus Teer und Kohlevergasung gewonnen werden, jedoch befindet sich in Teer leider nur ein mikroskopisch kleiner Anteil an Pyridin von etwa 0,1%. Es gibt mehrere Möglichkeiten um in der heutigen Zeit an große Mengen zu kommen. Darunter befindet sich die Tschitschibabin-Pyridinsynthese, die Dealkylierung von Alkylpyridinen, die Hantzsche Pyridinsynthese sowie die Bönnemann-Cyclisierung und die Biosynthese des Pyridinrings. Heute wird fast ausschließlich mit synthetischem Pyridin gearbeitet, da dieses leichter herzustellen ist, denn die Gewinnung aus Teer wäre viel zu kostpielig bei der geringen Ausbeute.

Verwendung

Es gibt eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten für diesen Stoff. Er wird am häufigsten als Lösungsmittel verwendet, da er basisch, polar und relativ wenig reaktiv ist. Er kann sowohl als Katalysator, aktivierendes Agens als auch als Base zum Abbinden entstehender Säuren verwendet werden. Er dient zur Dehaloginierung und kann zur Aktivierung von Carbonsäureanhydriden bei der Veresterung verwendet werden. Insektizide sowie Herbizide werden ebenfalls aus Pyridin hergestellt. Vor vielen Jahren noch wurde Pyridin zur Vergällung von Alkohol eingesetzt, wobei nun andere Stoffe diese Aufgabe übernommen haben.

In der Toxologie

Pyridin weist eine leichte neurotoxische Wirkung auf. Es kann zu Reizungen des Magen-Darm-Traktes führen und reizt sowohl die Haut als auch die Schleimhäute. Es ist ein Todesfall bekannt, bei dem eine Person knapp eine halbe Tasse Pyridin zu sich genommen hat. In kleinen Mengen kann der Stoff Schläfrigkeit auslösen.